In unserer intensiven Diskussion zum Thema „…und wo bleibe ich?“ wurde schnell klar, dass Abgrenzung im Sinne eines qualifizierten Nein sehr viel leichter im Job als im privaten Umfeld gelingt. Viele von uns tun sich schwer damit, der Erwartungshaltung von Eltern, Partnern, Kindern oder Freunden die eigenen Wünsche und Bedürfnisse entgegenzustellen. Und wenn doch, geschieht das oft zu spät und das berechtigte „Nein“ klingt inzwischen aggressiv.

Was tun? Wir müssen lernen, achtsam mit uns umzugehen, unsere Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen, sie ernst zu nehmen und richtig zu kommunizieren. Wir müssen auch lernen, mit unserer Verlustangst umzugehen und die vielleicht verständnislosen Reaktionen der Anderen auszuhalten.

In unserem Gespräch wurde aber auch deutlich, dass jede von uns Rückzugsorte kennt, an denen sie sich uneingeschränkt wohlfühlt und „Flow“ erlebbar wird. Das kann der Garten sein, der Chor oder das Konzert. Wichtig ist, dass wir dorthin gehen können, wenn uns mal wieder alles über den Kopf wächst – und das auch konsequent tun.

Ein Rückblick von Christa Mangold

Am 18.09.18 beschäftigten wir uns, dieses Mal wieder im Kutscherzimmer des Hotel Rappen am Münsterplatz, mit dem Thema „Zufall, Schicksal, Selbstbestimmung“. Die Frage, ob wir nun Zufällen oder dem Schicksal ausgeliefert sind, wurde kurz diskutiert. Dabei kann Schicksal auch ein über Generationen „vererbtes“ Trauma oder eine familiäre Vorprägung sein.

Breiten Raum nahm in der Diskussion die Frage ein, wie wir mit Zufällen oder Schicksalsschlägen umgehen. In manchen Fällen ergeben sich aus einer mutigen Entscheidung eher zufällig eine Reihe weiterer Chancen, die dann als solche erkannt und genutzt werden können. Fazit daraus: Erfolg tritt ein, wenn Vorbereitung auf Chance trifft.

Auch unsere Antwort auf schwere Schicksalsschläge kann ganz unterschiedlich ausfallen. Hier spielt die individuelle psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) eine große Rolle. Ein erlittenes Schicksal hinzunehmen ist dabei genauso eine aktive Entscheidung, wie eine positive Chance darin zu sehen oder sich dagegen aufzulehnen. Wichtig ist zu erkennen, dass wir in den meisten Fällen wenigstens kleine Möglichkeiten haben Einfluss zu nehmen.

zusammengefasst von Dr. Christa Mangold

Nach dem gemeinsamen Start am Freiburg Hauptbahnhof und Fahrt mit der S-Bahn nach Wasenweiler sind wir dort bei schönstem Herbstwetter auf romantischen, schmalen Wegen an der Südseite des Kaiserstuhls aufgestiegen. Über Stock und Stein, durch urwüchsige Wäldchen, mitten durch Weinberge, an Rastplätzen und Aussichtspunkten vorbei führt uns die erste Etappe zum Gasthaus Lilienhof am Eingang des Lilientals. Dort wurde die Gelegenheit für eine schmackhafte Stärkung ausgiebig genutzt, bevor es auf idyllischen Wegen mit forderndem Aufstieg weiter durch Wälder und Weinberge zur Martin Strauße ging. Dort und auch auf dem weiteren Weg in Ihringen selbst konnten saisonale Leckereien eingekauft werden. Die gut dreistündige Wanderung endete nach rund 10,5 km an Bahnhof Ihringen, von wo wir, beeindruckt von der Schönheit der Natur und bereichert durch den Austausch im Netzwerk, müde aber glücklich nach Freiburg zurück gefahren sind. Fakten 1. Abschnitt: Bahnhof Wasenweiler –Lilienhof: ca. 1:25 Gehzeit, 4,66km, 200Hm rauf, 110Hm runter 2.Abschnitt: Lilienhof, Bahnhof Ihringen: ca. 1:40 Gehzeit, 5,76km, 130Hm rauf, 22Hm runter Ein Rückblick von Sonja Höferlin  

Unter dem Motto „Mut zur eigenen Kraft“ fanden sich im Februar wieder zahlreiche Mitgliedsfrauen und Interessentinnen im Scotch Corner des Novotel zu einer engagierten Diskussionsrunde ein.
Zunächst ging es um das Thema Kraft und die Frage, wie es ist, als Frau stark aufzutreten? Viele Frauen bestätigten, dass das im Beruf (und in der Familie) nicht immer gut ankommt. Erfahrung, Stärke, ein Titel, ein „knackiger“ Charakter werden frau oft als eher schwierig gespiegelt. Andererseits haben wir uns schnell geeinigt: In der Gruppe sind wir viele Frauen, die ihre Stärke leben und sie trotz mancher Widerstände als ausgesprochen hilfreich empfinden.
Was gibt uns Kraft? Wie sehr hilft „Rückenwind“, Mut zu entwickeln? Hier wurde Unterstützung durch die Familie, einen Lehrer oder Chef, der das Potential erkennt, als sehr wertvoll genannt. Manchmal hilft aber auch das Gegenteil, denn auch Gegenwind macht stark. Das Überwinden von Grenzen, wenn es um die Entwicklung eigener Stärke geht, macht mutig und gibt Kraft für den nächsten Schritt.
Und wo sind die Krafträuber zu verorten? Neben dem schwierigen Weg durch männerdominierte Strukturen wurde auch Mobbing durch Geschlechtsgenossinnen und nicht zuletzt innere Widerstände durch Herkunft und Erziehung genannt.
Wie setzen wir unsere Kraft ein? Hier gibt es noch viele Fragezeichen. Ist es besser, auf Durchsetzungskraft zu setzen und so die eigene Karriere voranzutreiben oder sich lieber berufliche „Resonanz-Räume“ und ein harmonisches Miteinander zu suchen? Und wann ist die Entscheidung aufzuhören und zu gehen sinnvoller, als im Kampf die Kräfte zu verausgaben? Wann ist diese Entscheidung ein mutiger Schritt und wann eben nur Flucht?
Es stellte sich heraus, Mut und Kraft sind beides wichtige Themen, die wir eventuell in weiteren Gesprächsrunden vertiefen wollen.

Ein Rückblick von Dr. Christa Mangold und Dorothee Schröder

Gut 60 Frauen trafen sich im Museum für Neue Kunst in Freiburg – um auf das neue Jahr anzustoßen, um die Sonderausstellung anzuschauen und auch, um sich über die Vereinsaktivitäten zu informieren. Sei es als Mitglieder des Vereins Futura Mentoring oder als Interessierte.
„Das ist auch so eine Art Mentoring hier“, erklärte Museumsdirektorin Dr. Christine Litz das Konzept der Ausstellung: „In guten und in schlechten Zeiten. Wie was bleibt“. Künstlerinnen und Künstler sollten jemanden empfehlen, dessen Werk als ideale Ergänzung zum eigenen gelten könne. Das Ergebnis war bei einem geführten Rundgang im ersten Stock des Museums zu besichtigen. In einem Raum wurden schließlich alle munter – denn die Spielplatzelemente sind hier nicht nur zum Schönstehen gedacht, sondern tatsächlich zum Wippen, Hopsen und Balancieren!

Vor und nach der Führung gab es im Museumscafé inspirierende Getränke, kunstfertige und sehr leckere Häppchen und Zeit zum Netzwerken. Gut gelaunt bat Vorstandsmitglied Maja Schellhorn auch die „alten Häsinnen“, die schon länger dem Verein angehören, um Handzeichen. Warum? Damit Neuankömmlinge für gezielte Fragen gleich eine Ansprechpartnerin finden.
Daniela Blank und Astrid Bruynck lieferten dann noch ein paar Fakten zum Verein – aktuell 89 Mitglieder, dabei sei das Mentoring-Angebot des Vereins für Neumitglieder besonders interessant.
Deshalb gab’s gleich noch ein paar Details dazu: Ein Mentoring läuft über 18 Monate, dabei treffen sich eine Mentee und ihre Mentorin regelmäßig, um die definierten Ziele zu erreichen. „Der Großteil der Mentees evaluierte diesen Prozess als ,sehr erfolgreich bis erfolgreich’“, so Heike Meichsner von der AG mentoring über die inzwischen dritte abgeschlossene Runde. Neben einem neuen Mentoring wurde auch auf zukünftige Events wie ein AfterWorx-Treffen hingewiesen.

Es folgten noch viele angeregte Gespräche im wunderschönen Treppenhaus des Museums, in dem früher eine Mädchenschule untergebracht war – wie die Museumsdirektorin mit einem Augenzwinkern erwähnte. Herzlichen Dank noch mal an Christine Litz und ihr tolles Team!

Ein Rückblick von Ursula Thomas-Stein

Am 04.11.2017 endete die Mentoring Runde 2016/17 mit einer Abschlussveranstaltung in den großzügigen Räumlichkeiten des Ernst-Lange-Hauses in Freiburg.

Viele Mitgliedsfrauen aus den 21 Tandems, die im Juni 2016 an den Start gegangen waren, nahmen an diesem Treffen teil und zogen zunächst in bunt zusammengewürfelten Gesprächsrunden ihr Resümee aus den letzten 1 ½ gemeinsamen Jahren. Was lief besonders gut, welchen Herausforderungen musste man sich stellen und gab es vielleicht sogar eine dicke Überraschung? In verschiedenen Feedback Graffities wurden schließlich die wichtigsten Eindrücke festgehalten und anschließend lebhaft diskutiert. Dabei ging es auch um die zukünftige Entwicklung des Mentoring Konzeptes, um Anregungen an den Vorstand und nicht zuletzt um die Vorstellung eigener Ideen für eine Veranstaltung im nächsten Jahr.

Krönender Abschluss des ersten Teils der Veranstaltung war die Überreichung der Teilnahmezertifikate und das obligatorische Gruppenbild mit vielen, fröhlich lächelnden Damen.

Zum zweiten Teil waren alle Mitglieder und Interessentinnen herzlich eingeladen. Über 20 Frauen aller Altersstufen und aus unterschiedlichsten Bereichen machten von der Möglichkeit Gebrauch, sich über die im nächsten Frühjahr anlaufende neue Mentoring Runde und weitere geplante Veranstaltungen in 2018 zu informieren. Unter dem Motto „I have a dream“ diskutierten die Teilnehmerinnen in Kleingruppen über Möglichkeiten, ihre eigenen Berufs- oder Lebensträume zu verwirklichen. Dabei wurde schnell klar, wie hilfreich die Informationen und Unterstützungsangebote aus einem großen Netzwerk sein können.

Als weiteres Highlight präsentierte Dorothea Gädeke zusammen mit Mitgliedern der AG mentoring Interviews mit der Evolutionsbiologin und Ig-Nobelpreisträgerin Elisabeth Oberzaucher, der Operndiva Joyce DiDonato und dem Travestiekünstler und Gewinner des Eurovision Songcontests Conchita Wurst. Alle drei Interviews gaben Einblicke in die Lebenswege bekannter „Frauen“, die sich in ihrem Metier durchgesetzt und behauptet haben. Besonders spannend waren dabei die Erkenntnisse, die Conchita Wurst als Mann in einer selbst gewählten Frauenrolle zum Thema Frausein gewonnen hat.

Am Ende blieb dann noch Zeit zum gemütlichen Netzwerken bei Fingerfood, Sekt und Selters.

Ein Rückblick von Christa Mangold

Unser Neumitglied Sonja Höferlin nahm uns mit in den Karl-Müller-Saal des Weinbauinstituts in Freiburg. Sie teilte nicht nur ihr Wissen als Winzerin mit uns, sondern auch spannende, regionale Weine sowie Tipps für den Alltag, zum Essen, Gesundheit und Sensorik. Im Rahmen einer Verkostung von zehn Weinen wurden Informationen zu den badischen Weinanbaugebieten sowie zu Weinen herausragender lokaler Winzerinnen vermittelt.

25 Teilnehmerinnen machten sich auf zu einer Weinreise, die mit einer typisch badischen Weinsorte – dem Gutedel – begann, dann über Weiss- und Grauburgunder bis zu Roseweinen reichte und mit Spätburgunder beendet wurde.

Sonja vermittelte uns einen pragmatischen „no-nonsense“ Zugang zu Weinwissen und -geschmack und stellte uns gleichzeitig einen Auszug aus ihrem breiten Know-How zu Themen wie Weinherstellung und Weinwirtschaft, Führung von Unternehmen in dieser Branche sowie zu Weinmarketing zur Verfügung. Der Abend war spannend, informativ und genussreich und sollte auf jeden Fall nicht ohne Fortsetzung bleiben.

Danke Sonja!

Quelle: Ball der Wirtschaft | WJ Freiburg

Mitglieder und Interessentinnen von futura mentoring e.V. warfen sich in Schale, um im Rahmen des Balls der Wirtschaft der Freiburger Wirtschaftsjunioren in festlichem Rahmen anzustoßen, zu schlemmen und bis tief in die Nacht abzutanzen. Live-Musik, Shows, Casino und Tombola wurden zu einem kurzweiligen Abend zusammengefügt. Natürlich nahm auch das informelle Netzwerken innerhalb des Vereins und darüber hinaus einen breiten Raum ein.
Auf die Beine gestellt wurde der Abend von unserer Vorstandskollegin Nadine Zdych, die als Mitglied beider Vereine an der Organisation des Balls massgeblich beteiligt war.
Bilder zum Ball stellen wir zeitnah an geeigneter Stelle zu Verfügung.

Für heute herzliche Grüße
futura mentoring e.V. – Der Vorstand

Unsere Wanderung führte uns bei schönstem Wetter über den Mühlenwanderweg im Simonstal. Nach steilem Anstieg pausierten wir an einem ruhigen Plätzchen, um dann beim Abstieg unverhofft auf einen kleinen Bauernhof zu stoßen. Dort wurden wir von lebhaften und stattlichen Truthähnen in Empfang genommen.

Auch ein paar Katzen mit ihrem Nachwuchs wollten von uns bewundert werden. Nach der Kurzbesichtigung einer ehemaligen Mühle fuhren wir mit dem Bus und Zug zurück in Richtung Freiburg.

Danke an Melanie für die Auswahl des Wanderweges!

Ein Rückblick von Daniela Blank

15 Mitgliedsfrauen trafen sich bei Vorstandsfrau Elisabeth zu einem „kleinen“ Kinoabend mit Snacks und lockerem Austausch.

Mit „Hidden Figures“ (Deutsch „Unerkannte Heldinnen“) wurde ein Film gezeigt, der bislang weniger bekannte Frauenkarrieren zum Thema hat: er erzählt von drei afroamerikanischen Mathematikerinnen, die maßgeblich am Mercury-  und am Apollo-Programm der NASA beteiligt waren. Unter anderem leisteten diese Wissenschaftlerinnen auch wesentliche Beiträge zur Einführung der ersten Computersysteme bei der NASA und trugen so wesentlich zu Entwicklung und Einsatz von Rechenmodellen in der Raumfahrt bei. Erst vor wenigen Jahren durften diese Frauen die angemessene Anerkennung erfahren.

Aufgrund des positiven Feedbacks ist eine weitere Veranstaltungen dieser Art in Planung.

Ein Rückblick von Elisabeth Maier